Graz: Winterwunderland mitten in der Stadt

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Präsentierten heute die "Grazer Winterwelt der Saison 2018/2019": Bürgermeister Siegfried Nagl (l.) und Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl. Florian Schwillinsky, Studienautor und Leiter des ECONOMIXS Instituts, legte Zahlen vor.
Foto: © Stadt Graz/Fischer
06 Nov 18:48 2018 von Redaktion Salzburg Print This Article

Grazer Winterwelt startet am 17. November am Karmeliterplatz

Auch wenn die Temperaturen derzeit eher spätsommerlich anmuten, der Winter wirft seine Schatten voraus: So wurden heute im Rahmen einer Pressekonferenz am Karmeliterplatz die Highlights der "Grazer Winterwelt 2018/2019" präsentiert. Bürgermeister Siegfried Nagl und Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl zeigten sich unisono stolz auf dieses Projekt (Förderanteil 40.000 Euro Stadt, 70.000 Euro Land), das seit 2005 unzählige große und kleine Eislauffans anlockt. Im vergangenen Jahr waren es 140.000 BesucherInnen gesamt, davon 40 Prozent SchülerInnen zwischen 10 und 16 Jahren, 50 Prozent Familien (20 Prozent Mütter, 10 Prozent Väter, 70 Prozent beide Elternteile mit Kindern) und 10 Prozent SeniorInnen. Auch für die heurige Saison erwarten sich Nagl und Eibinger-Miedl ähnlich gute Besucherzahlen.

Platz für Könner und AnfängerInnenEislaufvergnügen ganz unabhängig von der Witterung: Die Grazer Winterwelt macht es von MItte November bis Ende Jänner möglich. © Wolfgang Mally

Dabei lockt die Grazer Winterwelt mit einer Neuerung: Erstmals gibt es einen eigenen Bereich für die Eislauf-AnfängerInnen. Bürgermeister Siegfried Nagl, der selbst schon Opa ist, berichtete aus Erfahrung: "Wenn man mit den Jüngsten erstmals aufs Eis geht und die Flotteren einem nur so um die Ohren pfeifen, dann bekommen es die Kinder oft mit der Angst zu tun." Aus diesem Grund wird die Eislauffläche von bisher 700 auf 1.000 Quadratmeter vergrößert. So haben alle Platz: die Könner und jene Eisprinzessinnen und -prinzen, die es noch werden wollen.

Das angeschlossene Eiscafé und die Kinderwinterwelt mit Bastelwerkstatt, Leseecke und Spielestube gibt es auch heuer wieder in bewährter Manier. Viele Eltern nehmen die dort angebotene Betreuung für ihre Kinder gerne an, um so in Ruhe durch die Stadt zu bummeln.

Viele positive Effekte - in Zahlen gefasstGroß und Klein kommen in der Winterwelt auf ihre Rechnung: Eistockschießen, Eislaufen, Basteln, Malen, ...© Wolfgang Mally

Und das ist genau der Punkt. Die Grazer Winterwelt hat viele positive Aspekte, die zur Bewegung an der frischen Luft hinzukommen: Diese lassen sich in Zahlen messen, was man im Rahmen eines Public Value Reports beim ECONOMIXS-Intsituts in Auftrag gegeben hatte. Der Beobachtungszeitraum erstreckte sich dabei von 2015 bis 2017, die erhobenen Daten bringen Erfreuliches hervor: eine Gesamtwertschöpfung von mehr als 1,34 Millionen Euro für die gesamte Steiermark. Das entspricht im Schnitt einer zusätzlichen Bruttowertschöpfung von rund 445.000 Euro jährlich für das Land, die durch die Winterwelt angestoßen wurde.

Die positiven wirtschaftlichen Effekte der Grazer Winterwelt ergeben sich aus der Nachfrage der BesucherInnen nach verschiedenen Angeboten und Dienstleistungen: "Man geht mit der Familie und Freunden zum Eislaufen, anschließend auf einen Kaffee oder bummelt gemeinsam durch die Innenstadt und kauft ein", weiß Bürgermeister Nagl, der selbst aus der Wirtschaft kommt, um die erfreulichen "Nebenwirkungen". Die angebotenen Dienstleistungen stammen vielfach von "ZulieferantInnen" jenseits der Stadtgrenzen. Somit strahlt die Winterwelt weit ins Land hinaus. Die Studie belegt: 100.000 BesucherInnen an durchschittlich 73 Veranstaltungstagen bringen 838.200 Euro Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen.

Schlittschuhe statt TurnschuheDa weint sogar der Schneemann: Immer weniger Kinder in der Stadt können sich für den Wintersport begeistern. Die Grazer Winterwelt soll einen Anreiz bieten.© Wolfgang Mally

Einen besonders positiven Effekt hat die Grazer Winterwelt für die Kinder. Bedingt durch den Klimawandel, gibt es über den Winter hinweg oft nur selten Gelegenheit, auf Natureis dahinzugleiten. Am Karmeliterplatz können die Mädchen und Buben das von Mitte November bis Ende Jänner unabhängig von der Witterung. Mehr als 40.000 SchülerInnen machten bisher vom Angebot Gebrauch und tauschten die Turnschuhe gegen die Schlittschuhe. Für Schulen ist das Eislaufen am Vormittag übrigens gratis. "Wir möchten den Kindern so früh als möglich Lust auf Wintersport machen, denn wie Befragungen zeigen, betreiben diesen im urbanen Raum weniger als 50 Prozent der Mädchen und Burschen", zeigt sich Nagl alarmiert. Erfolgreiche Projekte wie die Grazer Winterwelt sollen wieder Lust machen, Wintersport zu betreiben.


Quelle: Stadt Graz



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