Gebäude der Karl Landsteiner Privatuniversität eröffnet

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Gebäude der Karl Landsteiner Privatuniversität eröffnet
Foto: KL/A. Reischer
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Gebäude der Karl Landsteiner Privatuniversität eröffnet
Foto: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften
20 Mär 08:00 2017 von OTS Print This Article

Der Neubau der KL bildet einen weiteren wichtigen Markpunkt auf der Bildungs- und Forschungslandkarte Niederösterreichs

Krems an der Donau (OTS) - Im Rahmen eines feierlichen Festakts am Freitag, dem 17. März 2017, eröffnete Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll das neue Universitätsgebäude der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (KL). Knapp 400 Ehrengäste aus Bildung und Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur feierten den wichtigen Meilenstein in der jungen Geschichte der Privatuniversität. Der moderne Neubau mit zwei Trakten, entworfen vom Wiener Architekturbüro Delugan Meissl Associated Architects (DMAA), bietet auf knapp 4.600 Quadratmetern Nutzfläche Raum für mehr als 600 Studierende, Forschende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

„Wir erwarten uns einen Impuls für die ärztliche Versorgung“, führte Landeshauptmann Pröll aus. Gerade in ländlichen Regionen werde das medizinische Personal enger und man wolle mit der Karl Landsteiner Privatuniversität entsprechenden Nachwuchs schaffen. Hohes Niveau in der Ausbildung werde durch „die enge Zusammenarbeit der Karl Landsteiner Privatuniversität mit den Universitätskliniken“ sichergestellt. Der Landeshauptmann sieht die Karl Landsteiner Privatuniversität in der Aufgabe, als „Einrichtung, die neue Krankheitsbilder bekämpfen kann“, so der Landeshauptmann.

Seit 1996 hat das Land NÖ die Investitionen in Wissenschaft und Forschung verzwanzigfacht, rechnet Pröll vor. „Damit haben wir eine gute Grundlage gelegt, um tatsächlich einen Entwicklungsmotor zu bieten“, so der Landeshauptmann. Die Karl Landsteiner Privatuniversität sei „eingebettet in ein Netzwerk, das tragfähig ist“, bedankte sich Pröll bei allen Trägern und Partnern. „Ich wünsche mir, dass das Verständnis gegenüber der Wissenschaft weiter anwächst“, betonte Pröll, dass die Neugierde des Menschen enorm wichtig sei.

Räumliche Verortung auf Bildungs- und Wissenschaftslandkarte

Mit dem Gebäude am Campus Krems habe die Karl Landsteiner Privatuniversität nicht nur ihre eigene Heimat, sondern auch eine räumliche Verortung auf der Bildungs- und Wissenschaftslandkarte des Landes, freut sich Rektor Univ.-Prof. Dr. Rudolf Mallinger. „Dieser Bau wirkt identitätsstiftend“, führt Mallinger aus. „Damit wird die KL jetzt auch wirklich wahrgenommen.“ Der Rektor betont, dass die Einrichtung eine „echte Universität ist, die sich dem Triple Track einer Medizin führenden Universität verschrieben hat und diese Einheit aus Forschung, Lehre und Klinik auch einhält.“ Besonders in der Forschung setze man auf innovative Nischenbereiche, die man in den letzten drei Jahren des Bestehens mit den Trägerinnen und Partnerinnen definiert habe und bereits offensiv behandle. „Wir können sagen, dass wir bereits im vierten Jahr unsere Bestehen sieben Prozent unseres Budgets aus kompetitiv eingeworbenen Drittmitteln abdecken“, betont Rektor Mallinger.

Prorektorin Mag. Sabine Siegl freut sich, dass der Bau so zügig vorangegangen ist und pünktlich fertiggestellt werden konnten. „Wir wussten, welche Anforderungen wir an das Gebäude haben“, so Siegl. „Das Wiener Architekturbüro Delugan Meissl Associated Architects konnte unser Konzept sehr gut umsetzen. Mit der Forschungsinfrastruktur gehe man gemeinsam mit dem Land NÖ und dem Campus Krems mit einem eigenen Investitionsprogramm neue Wege. Gemeinsam baue man eine Core Facility auf, die effizient ausgestattet von allen Partnern, auch externen, genutzt werden könne.

Im Rahmen eines Gespräches über Karl Landsteiner, dem Namenspatron der Privatuniversität, erörterten Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mayr, medizinischer Berater für Blutspendewesen des Roten Kreuzes sowie Prof. Brigitte Lohff, Medizinhistorikerin und –ethikern der Medizinischen Hochschule Hannover über die Bedeutung des Nobelpreisträgers – sein Werk von einst und sein Wirken bis jetzt. „Karl Landsteiner ist bekannt wegen der Entdeckung der Blutgruppen. Er hat ein enorm breites Wissen und Forschungsspektrum aufgebaut“, so Mayr. „Karl Landsteiner war ein fantastischer Vermittler von Wissen“, hielt Lohff fest, dass er auch Fehler und Irrwege aufgezeigt habe. „Offenheit in der konträren Meinung und jenseits des Mainstream zu forschen“ solle an die Studenten der Karl Landsteiner Privatuniversität weitergegeben werden.

Superintendent von Niederösterreich Lars Müller-Marienburg und Prälat Maximilian Fürnsinn, Propst des Augustiner-Chorherrenstifts Herzogenburg, gaben dem neu eröffneten Universitätsgebäude und seinen Nutzerinnen und Nutzern den Segen.

Modernste Forschungs- und Lehrinfrastruktur

Das Universitätsgebäude der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften entspricht in der Ausstattung den Standards einer modernen medizinischen Lehr- und Forschungseinrichtung. Zwei Säle und ein Hörsaal, 17 Seminarräume, ein Lehrlabor sowie ein so genanntes „Skills Lab“ für den Unterricht in den klinischen Grundfertigkeiten stehen für den Lehrbetrieb zur Verfügung. Zwei weitere Laborkomplexe bieten auf knapp 550 Quadratmetern ausreichend Fläche für die Forschungsaktivitäten an der KL – unter anderem in den beiden Schwerpunktthemen „biomedizinische Technik“ und „Wasser & Gesundheit“.

Entworfen wurde das neue Universitätsgebäude von Delugan Meissl Associated Architects. Das Wiener Architekturbüro – 2015 mit dem Österreichischen Architektur-Staatspreis geehrt – ging aus einem Architekturwettbewerb mit insgesamt 13 Bewerbungen als Sieger hervor. Anfang März 2015 wurde mit dem Bau begonnen, Ende 2016 wurde das Gebäude fertiggestellt. Das Universitätsgebäude wurde im Auftrag des Landes Niederösterreich mit einem Baubudget von 25 Millionen Euro und unter Generalplanung des Architekturbüros und Vasko+Partner Ingenieure errichtet. Bauherrin stellte die FAVIA Grundstücksvermietungsgesellschaft dar. Das Projektmanagement führte die ARGE HYPO NOE Real Consult GmbH & DELTA Holding GmbH.

Die Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (KL) ist im Umfeld der erfolgreichen Lehr-und Forschungslandschaft am Campus Krems und im Verbund der drei Universitätskliniken St. Pölten, Krems und Tulln angesiedelt. Mit der neuen Privatuniversität sowie den anderen Institutionen am Campus Krems – Donau-Universität Krems, der IMC Fachhochschule Krems und der Danube Private University – bündeln sich in Krems interdisziplinär ausgerichtete Lehr- und Forschungskompetenzen im Gesundheitsbereich allgemein sowie in der Medizin im Speziellen.


Quelle: OTS



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